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Alles für den Dackel, alles für den Club!

Das Motto ist Programm. Auf den dieser Seite finden Sie Informationen zum Dackel, Teckel oder Dachshund sowie weiteren Jagdgebrauchshunden. Wir bemühen uns, Ihnen neben den Informationen eine themenspezifische Produktauswahl zu präsentieren. Dabei soll auch der Teckel Halter nicht unerwähnt bleiben. Gerne nehmen wir auch Ihre Hündin bzw. Rüden in unsere Galerie auf!
 
Wir wünschen allen Dackelfreunden viel Spaß!
 

Über uns
Die Familie Gorisch ist nun bereits in der zweiten Dackel-Generation. Nach Quintus vom Cappenberger See sorgt nun Leopold vom Drostebusch für Freude und Bewegung in unserem Heim. Als Deckrüde hatte Poldi bereits seinen ersten "erfolgreichen" Einsatz! Fotos finden Sie direkt nebenan; weitere Deckrüden, Züchter oder aktuelle Welpen-Würfe finden Sie nach und nach im Bereich Service. Die Teckelfreunde Peter und Angelika Gorisch sind Dackelclub-Mitglieder in der DTK1888 Gruppe Olfen-Sandfort.

 


 

Jagdgebrauchshund über & unter der Erde

Die allgemeine Geschichte:

Der Dachshund auch Dackel oder Teckel, ist seit dem Mittelalter bekannt. Aus den damaligen Bracken wurden weitergehend niederläufige Hunde gezüchtet, die besonders für die unterirdische Jagd auf Dachs und Fuchs geeignet waren. Diesem Zustand verdankt der Dachshund seinen heutigen Namen und ist zu einer der anerkanntesten, vielseitigsten Jagdgebrauchshunderassen geworden. Seine ausgezeichneten Leistungen bei der Jagd unter der Erde werden noch beim stöbern, auf der Schweißfährte sowie beim spurlauten Jagen hervorgehoben.

Aktuell:

Der aktuelle Dachshund wird in den drei Größen Teckel, Zwerg-Teckel und Kaninchen-Teckel sowie in den drei verschiedenen Haararten Kurzhaar-, Rauhhaar- und Langhaar- Dackel gezüchtet. Der älteste und bekannteste Zuchtverein ist der Deutsche Teckelklub 1888 e.V.
Allgemein beschrieben wird der Dachshund als kurzläufig niedrige, lang gestreckte Gestalt. Er ist sehr muskulös und kompakt und legt eine kecke egoistische Art an den Tag. Trotz kurzer Gliedmaßen an langem Körper ist er sehr flink und beweglich. Dies repräsentiert er oftmals durch aufmerksame Gesichtsmimik sowie forderndem Ausdruck.
Im charakterlichem Verhalten ist der Dackel immer freundlich ohne Angst und Aggression doch mit ausgeglichenem Temperament. Sein Charakter qualifiziert diesen flinken feinnasigen ausdauernden Jagdgebrauchshund ebenfalls zu einem geliebten Familienmitglied der Neuzeit.

Teckel: Brustumfang über 35 cm.  Gewichtsobergrenze etwa 9 kg. Zwergteckel: Brustumfang über 30 bis 35 cm,
im Alter von mindestens 15 Monaten. Kaninchenteckel: Brustumfang bis zu 30 cm, im Alter von mindestens 15 Monaten.

Mit einem Bodenabstand von etwa einem Drittel der Widerristhöhe soll die Körperlänge in einem harmonischen Verhältnis zur Widerristhöhe stehen, etwa 1 zu 1,7 bis 1,8. Den Kopf lang gestreckt von oben und der Seite eher gleichmäßig bis zum Nasenschwamm schmäler werdend, jedoch nicht spitz. Die Augenbrauenbögen sind deutlich ausgebildet. Der Nasenknorpel und die Nasenkuppe sind lang und schmal. Der Fang ist lang, genügend breit und kräftig. Der stark entwickelte Ober- und Unterkiefer sollte idealer weise mit 42 Zähnen entsprechend der Zahnformel mit kräftigen, genau ineinander greifenden Eckzähnen ausgestattet sein. Die Augen sind mittelgroß mit klarem energischen und doch freundlichem Ausdruck. Die Farben gehen von leuchtend dunkelrotbraun bis schwarzbraun. Glas,- Fisch,- oder Perlaugen bei gefleckten Hunden sind nicht erwünscht aber zu tolerieren. Der Behang ist hoch und nicht zu weit vorn angesetzt. Der Hals ist genügend lang, muskulös mit straff anliegender Kehlhaut. Der leicht gewölbte Nacken ist frei und hochtragend. Zum Körper ist die obere Profillinie harmonisch vom Nacken bis zur leicht abfallenden Kruppe verlaufen. Der Widerrist ist ausgeprägt. Der nach dem hohen Widerrist gerade verlaufende Rücken ist fest und gut bemuskelt. Die Lenden sind kräftig bemuskelt und genügend lang. Die Kruppe ist leicht abfallend. Das Brustbein ist gut ausgeprägt und so stark vorspringend, das sich an beiden Seiten leichte Gruben zeigen. Der ovale großräumige Brustkorb läßt sich Herz und Lunge voll entwickeln, ist weiter nach hinten gerippt. Bei richtiger Länge und Winkelung von Schulterblatt und Oberarm verdeckt der Vorderlauf im Seitenprofil den tiefsten Punkt der Brustlinie. Die untere Profillinie und der Bauch sind leicht aufgezogen. Die Rute ist nicht zu hoch angesetzt und wird in Verlängerung der Rückenlinie getragen. Im letzten Drittel der Ruten ist eine geringfügige Krümmung zugelassen. Die Vorderhand ist kräftig bemuskelt mit gerade gestellten Vorderläufen von guter Knochenstärke mit gerade nach vorn gerichteten Pfoten. Die Zehen der Vorderpfoten sind eng aneinander liegend und gut gewölbt. Die kräftigen widerstandsfähigen sowie gut gepolsterten Ballen haben kurze starke Krallen. Die fünfte Zehe hat keine Funktion, darf aber nicht entfernt werden. Die Knie- und Sprunggelenke der Hinterhand sind stark gewinkelt und stehen parallel. Die Hinterpfoten haben vier eng aneinander liegende Zehen, die gut gewölbt voll auf dem kräftigen Ballen fussen. Der Bewegungsablauf soll raumgreifend, fließend und schwungvoll mit weitem bodennahem Vortritt und kräftigem Schub sein und eine leicht federnde Übertragung auf die Rückenlinie bewirken. Die Rute soll dabei in harmonischer Verlängerung der Rückenlinie, leicht abfallend, getragen werden. In der Aktion sind Vorder- und Hinterhand parallel ausgreifend.

Rauhhaar-Teckel

Mit Ausnahme von Fang, Augenbrauen und Behang am ganzen Körper mit Unterwolle durchsetztes, vollkommen gleichmäßig anliegendes, dichtes, drahtiges Deckhaar. Am Fang zeigt sich ein deutlich ausgeprägter Bart. Die Augenbrauen sind buschig. Am Behang ist die Behaarung kürzer als am Körper, fast glatt. Rute gut und gleichmäßig, eng anliegend behaart.

Die Farbe sind überwiegend hell- bis dunkelsaufarben sowie dürrlaubfarben. Farben:

a) Einfarbige : Rot, rotgelb, gelb, alles mit oder ohne schwarze Stichelung. Indes ist reine Farbe vorzuziehen und rot wertvoller als rotgelb und gelb zu betrachten. Auch stark schwarz gestichelte Hunde gehören hierher und nicht unter die andersfarbigen. Weiß ist nicht erwünscht, aber in einzelnen kleinen Flecken nicht ausschließend. Nase und Krallen schwarz; rötlich-braun ist auch zulässig, aber nicht erwünscht.

b) Zweifarbige: Tiefschwarz oder braun, je mit rostbraunen oder gelben Abzeichen (Brand) über den Augen, an den Seiten des Fanges und der Unterlippe, am inneren Behangrand, an der Vorbrust, an den Innen- und Hinterseiten der Läufe, an den Pfoten, um den Anus und von dort bis etwa ein Drittel bis zur Hälfte der Unterseite der Rute. Nase und Krallen bei schwarzen Hunden schwarz, bei braunen Hunden braun. Weiß ist nicht erwünscht, aber in einzelnen kleinen Flecken nicht ausschliessend. Ein zu stark verbreiteter Brand ist unerwünscht.

c) Gefleckte (getigerte, gestromte): Die Grundfarbe ist immer die dunkle Farbe (schwarz, rot oder grau). Erwünscht sind unregelmäßige graue aber auch beige Flecken (nicht erwünscht sind große Platten). Weder die dunkle noch die helle Farbe soll überwiegen. Die Farbe des gestromten Teckels ist rot oder gelb mit dunkler Stromung. Nase und Krallen wie bei den Ein- und Zweifarbigen.

Porzellanfigur Rauhhaardackel, Höhe: 9 cm, Lizenzprodukt nach R.Steiner, Manufaktur Wagner & Apel Thüringen, Einzelpreis: 33 € inkl. MwSt, zzgl. 3,90 € Versand; weitere Figuren auf Anfrage

 

Langhaar-Teckel

Das mit Unterwolle versehene schlichte, glänzende Haar, am Körper anliegend, verlängert sich unter dem Hals und an der Unterseite des Körpers, hängt am Behang über, zeigt an der Hinterseite der Läufe eine deutlich längere Behaarung (Befederung), erreicht seine größte Länge an der Unterseite der Rute und bildet dort eine vollständige Fahne.

Farben: Wie beim Rauhhaar beschrieben.

Porzellanfigur Langhaar Dackel, Höhe: 9 cm, Lizenzprodukt nach R.Steiner, Manufaktur Wagner & Apel Thüringen, Einzelpreis: 33 € inkl. MwSt, zzgl. Versand; weitere Figuren auf Anfrage

Kurzhaar-Teckel

 

Das Haar kurz, dicht, glänzend, glatt anliegend, fest und hart, nirgends unbehaarte Stellen zeigend.
Die Rute fein, voll, aber nicht zu reichlich behaart. Etwas längeres Grannenhaar an der Unterseite ist nicht fehlerhaft.

Farben: Wie beim Rauhhaar beschrieben.

Porzellanfigur Kurzhaardackel: Höhe: 8 cm, Lizenzprodukt nach R.Steiner, Manufaktur Wagner & Apel Thüringen, Einzelpreis: 33 € inkl. MwSt; zzgl. 3,90 € Versand; weitere Figuren auf Anfrage

 


 

Jagdhund über und unter der Erde
nach Specht 1772

Mit der Baujagd werden Fuchs, Dachs, Waschbären und Marderhunde bejagt. Der Bauhund „schlieft“ ein (schlüpft in den Bau), verfolgt die Spur des Wildes und zeigt durch Verbellen an, dass er es gefunden („gestellt“) hat. Ziel der Baujagd ist es, das Raubwild entweder aus dem Bau vor die Gewehre der Jäger zu treiben („sprengen“) oder es festzuhalten, bis die Jäger Hund und Wild ausgegraben haben. Um den flüchtenden, oft bereits angeschossenen Fuchs zu fangen, wird meist noch ein großer Jagdgebrauchshund (z. B. Deutsche Vorstehhunde) mitgeführt. Die Notwendigkeit der Baujagd gilt mittlerweile als umstritten (2006 wurden in der Schweiz nur 5-10% aller getöteten Füchse auf der Baujagd erlegt) und in mehreren europäischen Ländern existieren seitens der Tierschutzorganisationen ernsthafte Bestrebungen, sie als tierschutzwidrig gesellschaftlich zu ächten. Als Begründung werden ethisch-moralische Bedenken oder allgemeine tierschützerische Aspekte angeführt. Ein gesetzliches Verbot der Baujagd konnte bisher jedoch noch nicht erreicht werden.

Für die Jagd unter der Erde eignen sich der Deutsche Jagdterrier, sowie Teckel, Jack Russell Terrier und Foxterrier aus jagdlicher Leistungszucht.

Weitere Dackelspezifische Produkte:

       

Dackelkopf Kettenanhänger; Preise und Lieferzeiten auf Anfrage

   

Leder Halsband oder Leder Würger mit Dackelmotiv; Preise und Lieferzeit auf Anfrage

                        

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Diverses über andere Jagdhunde

Auf den Hund gekommen ist der Mensch schon vor tausenden von Jahren.... Gerade bei der Jagd ist der Hund als Freund und Helfer des Jägers auch heute nicht wegzudenken.

Schon dem Urzeitmenschen war der Hund mit seinem vorzüglichen Geruchssinn beim Aufspüren von Wildtieren und deren Verfolgung auf Fährten und Spuren nützlich. Und nicht nur das - er half dem Jäger auch bei der Verteidigung gegen wehrhaftes Wild.

Im Laufe der Geschichte verbesserte der Mensch seine Jagdmethoden und der Anspruch an einen vielseitig brauchbaren Hund vor und nach dem Schuss stieg. Besondere Merkmale wie Spurwille und Wasserfreude gewannen immer mehr an Bedeutung in der Jagdhundezucht.

Die Rassen Spitz, Dogge, Windhund, Jagd- und Schäferhund zeigen außerdem besondere erbliche Anlagen, um Wild sowohl vor dem Schuss zu finden und aufzuspüren, als auch dieses nach dem Schuss zu apportieren. Je nach Einsatz und Verwendung unterteilt man heute die Jagdgebrauchshunde in: Vorstehhunde, Apportierhunde, Stöberhunde, Schweißhunde, Erdhunde und Bracken.

 

Als Jagdhund wird ein Hund bezeichnet, der dem Menschen – in der heutigen Zeit dem Jäger – im weitesten Sinne als Gehilfe bei der Jagd dient. Unter dem Begriff „Jagdhund“ wird heute dabei eine Gruppe von Haushunderassen zusammengefasst, die verschiedenste jagdliche Einsatzgebiete repräsentieren kann. Die modernen Jagdhunde werden in Stöberhunde, Vorstehhunde, Apportierhunde, Schweißhunde, Erdhunde und jagende Hunde eingeteilt. Historisch gesehen bezog sich die Bezeichnung „Jagdhund“ ausschließlich auf die jagenden Hunde (Bracken).

Jagdlich geführte Hunde bezeichnet man auch als Jagdgebrauchshunde. Bei der Arbeit „nach dem Schuss“ ist der Hund für den Jäger unverzichtbar. Das Führen eines Jagdhundes gilt daher als Voraussetzung für die waidgerechte Jagd und ist gesetzlich für die Ausübung einer Jagdpacht vorgeschrieben.

Moderne Jagdgebrauchshunde,
Systematik Jagdhundrassen

Die im heutigen Jagdwesen übliche Einteilung der Jagdhunde ist historisch bedingt und erfolgt funktional nach deren ursprünglichen Einsatzgebieten. Demzufolge werden die Jagdgebrauchshunde in Stöberhunde, Schweißhunde, Erdhunde, Jagende Hunde (Bracken und Meutehunde) sowie Apportierhunde unterschieden.

Alte Bezeichnungen lassen ebenfalls eine jagdliche Spezialisierung erkennen, die nicht zwangsläufig rassebedingt ist. Beispiele dafür sind die Wildboden-, Wasser- und Vogelhunde. Bei einigen Rassen kann bereits aus dem Namen auf ihre ursprüngliche Zielwildart geschlossen werden, z. B. beim Dachshund, Foxhound und dem Harrier (engl. „hare“ Feldhase). Neben dem jagdlichen Verwendungszweck stellen Ursprungsland und Haarvarietät (rauhaarig, langhaarig, kurzhaarig) weitere Einteilungskriterien dar.

Darüber hinaus können die Jagdhunde auch gemäß der Fédération Cynologique Internationale eingruppiert werden (siehe Jagdhundrassen nach FCI).

Der Jagdgebrauchshund in Deutschland
Im Bewusstsein der heutigen Jägerschaft nimmt der ethische Grundgedanke des waid- und tierschutzgerechten Jagens einen hohen Stellenwert ein. Der Hund gilt als unentbehrlicher Helfer bei der Suche nach angeschossenem oder verunfalltem Wild („Nachsuche“). Von vielen Jägern vertreten, spiegelt sich das Motto „Jagd ohne Hund ist Schund“ in folgenden Zeilen von Alexander Schmook wider: „Wer will zu den Jägern zählen, läßt kein Wild zu Tode sich quälen, jagt allein nicht durch die Weite, führt den guten Hund zur Seite!“
 

Die immer selbstverständlicher werdende Einstellung der Jäger, sich zur Führung eines guten Jagdhundes zu verpflichten, fand schließlich auch eine gesetzliche Verankerung. Durch Jagdgesetze ist die Haltung eines „brauchbaren“ (jagdlich geeignetem) Jagdhundes für die Ausübung einer Jagdpacht in den meisten Bundesländern vorgeschrieben. Jagdformen wie die Treib-, Such- und Drückjagd sowie Nachsuchen dürfen nur noch mit „brauchbaren“, geprüften Hunden durchgeführt werden.

Als Dachvereinigung für das deutsche Jagdgebrauchshundwesen trägt dabei der Jagdgebrauchshundeverband (JGHV) durch die Organisation von Prüfung, Zucht und Ausbildungstätigkeit maßgeblich zur Versorgung der Jägerschaft mit brauchbaren Jagdhunden bei.

Für den jeweiligen Jagdhund muss der Jagdbehörde der Nachweis einer Brauchbarkeitsprüfung erbracht werden. Liegt kein entsprechender Prüfungsnachweis eines dem JGHV angeschlossenen Zuchtvereines vor, so kann für Jagdhunde jeden Alters dieser Nachweis auch vor der Unteren Jagdbehörde erbracht werden, sofern der Hund in Exterieur und Verhalten einer der anerkannten Jagdhundrassen ähnelt.

Zu den Prüfungen der Zuchtvereine werden nur reinrassige Hunde mit Stammbaum-Nachweis zugelassen. In den sog. Anlagenprüfungen – der Jugendsuche (VJP) und der Herbstzuchtprüfung (HZP) – werden die natürlichen Anlagen des Hundes sowie der Zuchtwert der Elterntiere ermittelt. Die jagdlichen Grundeigenschaften des Junghundes sollen aufgrund behutsamer „Einarbeitung“ bereits entwickelt, durch den Einfluss des Hundeführers jedoch noch nicht überdeckt sein. Neben der Verband-Gebrauchsprüfung (VGP) als „Meisterprüfung“ existiert noch eine Reihe von Sonderprüfungen für Spezialrassen oder besondere jagdliche Einsatzbereiche (z. B. die Verbandsschweißprüfung).

Bei der Anerkennung einer Jagdhundrasse werden durch den JGHV strenge Maßstäbe an die jagdliche Verwendbarkeit und Vielseitigkeit angelegt. Für eine Übersicht der in Deutschland anerkannten Jagdhunde siehe die Jagdhundrassen nach JGHV.

Jagdliche Einsatzbereiche: Wald
Die klassische Ansitzjagd und Pirsch des Einzeljägers wird zunehmend durch Bewegungsjagden ganzer Jägergruppen abgelöst.
Zu den Bewegungsjagden gehören die Treibjagd und die Beunruhigungsjagd (Stöberjagd, Drückjagd). Auf der Treibjagd wird das Wild durch die Treiber und Hunde hochflüchtig gemacht. Bei den Beunruhigungsjagden wird das Wild durch Hunde und eventuelle Treiber „bewegt“, d. h. dazu gebracht, seine regelmäßig genutzten Aufenthaltsorte und Deckungen im Revier zu verlassen („sich zu drücken“). Für diese Jagdarten verwendet man stöbernde Hunde.

Das Stöbern gehört zur Arbeit des Jagdhundes vor dem Schuss. Er sucht selbständig nach dem Wild, jagt es anschließend spur- bzw. fährtenlaut und bringt das Wild damit vor die Flinte des Jägers. Dabei werden zwei Jagdvarianten unterschieden. Die Hundeführer schicken die „Stöberhunde“ von festen Standorten aus los, damit diese selbständig die Einstände und das Unterholz durchsuchen. Alternativ bewegen sich die Führer mit den angeleinten Hunden auf der zu bejagenden Fläche, lassen die Hunde los und schicken sie in bestimmte Einstände.

Die Eignung der Rassen für das Stöbern im Wald variiert abhängig von der Zielwildart. Für Rehwild werden kleine und langsam jagende, dafür sicher fährtenlaute und an der Spur „klebende“ Rassen bevorzugt, während für Schwarzwild laut jagende, wildscharfe und mutige Hunde eingesetzt werden (Deutscher Jagdterrier, Wachtel, Teckel, Bracken). Die schnellen und nur über kurze Entfernung jagenden kontinentalen Vorstehhunde eignen sich eher für die Drückjagd.

Beim Brackieren handelt es sich um die traditionelle Art, Hasen und Füchse mit Hilfe von Bracken zu jagen. Diese finden das Wild frei suchend auf seiner nächtlichen Spur, scheuchen es auf („stechen“) und jagen es so lange, bis das standorttreue Wild wieder zu Sasse oder Bau zurückkehrt, wo es vom ortskundigen Jäger bereits erwartet wird. Obwohl die in Nordrhein-Westfalen noch lange beliebte „Brackade“ einigen Brackenrassen das Überleben sicherte, wird sie heute nur noch in Skandinavien und Südtirol ausgeübt.

Beim Buschieren durchsucht der Jagdhund Büsche und Unterholz auf der Jagd nach Federwild und Hasen. Er arbeitet dabei „unter der Flinte“ und folglich im direkten Wirkungsbereich des Jägers. Im Gegensatz zum Stöbern finden hier Rassen Verwendung, die nur „kurz“ und nicht spurlaut jagen (z. B. die Vorstehhunde).

Vorstehender Pudelpointer
Als Suche wird der Einsatz von Vorstehhunden auf dem Feld bezeichnet. Diese suchen vor dem Schützen weiträumig Feldflächen (Rübenäcker, Stoppelfelder) mit der Nase nach Niederwild ab. Nach erfolgreicher Suche steht der Hund so vor, dass der Jäger zum Schuss auf das flüchtende Wild kommt. Beim Vorstehen handelt es sich um eine Art Beutegreifhemmung bei Annäherung an das Wild. Diese ist genetisch verankert und wird auch bei Wildcaniden und Feliden beobachtet. Der Hund „erstarrt in der Bewegung“ und verharrt angespannt, sobald er mit der Nase die Witterung des Niederwilds in der Deckung erfasst hat. Das Vorstehen kann durch Anheben eines Vorderlaufes, angespannte Körperhaltung oder durch Zeigen mit der Nase in Richtung des Wildes (daher die Bezeichnung „Pointer“ von engl. to point „zeigen“) ausgedrückt werden. Eine besondere Variante des Vorstehens ist das „Vorliegen“ der Setter-Rassen (engl. ursprünglich setting dogs „sitzende Hunde“).

Der Vorstehhund scheucht das Wild erst auf Kommando des schussbereiten Jägers auf, d. h. er „steht durch“. Bewegt sich das Beutetier vom vorstehenden Hund weg, verfolgt er es vorsichtig und angespannt („zieht nach“).

Beim Apportieren (von lat. apportare „herantragen“) nimmt der Hund erlegtes Niederwild auf und trägt es zu seinem Führer zurück. Speziell für diese Aufgabe gezüchtet wurden die Retriever (engl. retrieve „wiederfinden“).

Angeschossenes Feder- oder Haarwild sucht der Hund nach, tötet es bei Bedarf und bringt es selbständig zum Jäger zurück.

Als Allrounder für die Feldarbeit gelten die kontinentalen Vorstehrassen Deutsch Lang-, Kurz-, Draht- und Stichelhaar, Kleiner und Großer Münsterländer, Weimaraner, Pudelpointer, Griffon, Magyar Vizsla und Epagneul Breton. Spezialisten für Suche und Vorstehen sind die Pointer sowie die englischen Setter-Rassen, sie weisen jedoch Schwächen in der Nachsuche auf. Meister im Apportieren sind die Rassen Golden Retriever, Labrador Retriever und Flatcoat Retriever.

Schweißarbeit „Wenn durch menschliches Verschulden ein Geschöpf geriet in Not und ein qualvoll Leiden, Dulden, einem wunden Wilde droht, wenn des Geistes hohe Stufe und des Menschen Kunst nicht reicht, folgt der Hund dem bangen Rufe, seine Nase schafft es leicht!“
 

Unter der „Schweißarbeit“ versteht man die Nachsuche auf durch Schuss oder Unfall verletztes, blutendes („schweißendes“) Schalenwild. Der Einsatz eines brauchbaren Hundes ist aus Gründen des Tierschutzes hier vorgeschrieben. Gute Schweißarbeit wird in der deutschen Jägerschaft hoch geachtet. Traditionell wird sie am „Schweißriemen“ (mindestens 10 m langer Lederriemen) durchgeführt. Zu den Aufgaben des Hundes gehört das Ausarbeiten der Wundfährte, Finden des Wundbetts und „Stellen“ des Wildes nach der Hetze. Totes Wild zeigt der Hund bei Bedarf entweder durch „Totverbellen“ oder „Totverweisen“ an – d. h. er ruft den Jäger durch Bellen herbei oder macht durch auffälliges Verhalten wie z. B. das Bringen von Gegenständen („Bringselverweiser“) auf das verendete Wild aufmerksam. Da der Schweißhund im Laufe seiner aufwändigen Ausbildung möglichst regelmäßig Nachsuchen absolvieren soll, sind die Halter solcher Hunde oft in Schweißhundstationen organisiert.

Schweißhunde im eigentlichen Sinne sind die Spezialrassen Bayerischer Gebirgsschweißhund und Hannoverscher Schweißhund. Auch Dackel, Bracken, Terrier und Stöberhunde können gute Schweißarbeit leisten; sie werden vor allem für die Rehwildnachsuche eingesetzt.

Wasser
Einsatzgebiete für die Wasserjagd sind Gewässer mit ausgeprägten Schilfgürteln, z. B. Teiche, Altarme von Flüssen und Binnenseen. In Abhängigkeit von der Tradition und geographischen Gegebenheiten unterscheiden sich die Jagdformen auf Wasserwild. Die Aufgaben des Jagdhundes gliedern sich in die Arbeit vor und nach dem Schuss. Zu ersterer gehört das selbständige Abstöbern deckungsreicher Gewässer sowie das Finden und Aufscheuchen der Vögel. Dazu müssen z. T. große Entfernungen schwimmend zurückgelegt werden. Nach dem Schuss wird das Wild aus tiefem Wasser apportiert und „angelandet“. Bei flugunfähig geschossenen Enten muss zuvor die Schwimmspur der Tiere im Wasser verfolgt werden, um das Wild wieder aufzustöbern.

Außer den in der Feldarbeit eingesetzten kontinentalen Vorstehhunden eignen sich die alten Stöberrassen Cocker Spaniel, Springer Spaniel und der Wachtelhund für diese Aufgabe. Zu den wasserfreudigen Apportierspezialisten gehören die Retriever.

Hetz- und Meutejagd; Fuchsjagd
Die Hetzjagd mit der Meute ist seit dem Mittelalter beliebt. Ursprünglich wurden dafür Wind- und Laufhunde gemischt eingesetzt. In der späten Neuzeit entstanden v. a. in Großbritannien auf Fuchs (Foxhound, Beagle) und Hase (Harrier) spezialisierte Hetzhundrassen. Üblicherweise wurde das Wild am Ende von der Meute zerrissen.

In einigen mediterranen Ländern wird die Hasenhetze mit Windhunden (z. B. Galgo Espagnol, Kritikos Ichnilatis) als Sport weiterhin ausgeübt. In den meisten europäischen Ländern ist die Hetzjagd jedoch mittlerweile verboten. Moderne Reitjagden haben in Frankreich und Deutschland ihre Nachfolge angetreten. In England hält sich die Fuchs- und Hasenhetze, bedingt durch eine traditionsbewusste, starke Jagdlobby, bis in die Gegenwart. Erst im Jahre 2005 wurde eine gesetzliche Einschränkung erreicht. Das umstrittene Gesetz verbietet nicht ausdrücklich die Hetzjagd auf Wildtiere, sondern nur die Hetzjagd mit der Absicht, das Tier zu töten. Statt einer Meute dürfen nur noch zwei Hunde eingesetzt werden. Schlepp- und Scheinjagden sind jedoch weiterhin gestattet.

Anforderungen an den brauchbaren Jagdhund „Der zur Jagd brauchbare Hund muss aufgrund seines Wesens sowie seiner Sinnesleistungen und seiner körperlichen Verfassung die ihm im Jagdbetrieb gestellten Aufgaben erfüllen. Die Fähigkeit zur sozialen Einordnung, Ruhe, Arbeitsfreude und Führigkeit sowie Härte beim Einsatz sollen sein Wesen kennzeichnen und Voraussetzung für den Nachweis der jagdlichen Brauchbarkeit sein. Die durch die Zuchtauslese geförderten Anlagen der Sinne und der körperlichen Merkmale – geprägt von Kraft und Ausdauer – müssen dem späteren Einsatz entsprechen. Dies wird für die jagdliche Brauchbarkeit vorausgesetzt. Es ist in die Verantwortung der Jägerschaft gegeben, die Auflagen des Gesetzgebers zu erfüllen und im Sinne des Tierschutzes nur mit geprüften Jagdhunden zu jagen, die diese Grundforderungen erfüllen.“ – Vorwort zu den „Niedersächsischen Richtlinien über die Brauchbarkeit von Jagdhunden“ (1992)

Bereits Xenophon beschrieb die Eigenschaften und Fehler von Hunden, die sich für die Jagd nicht eignen. Er machte dafür ihre „Natur“ und nicht etwa falsche Unterweisung verantwortlich und stellte zuletzt fest: „es ist eine besondere Kunst, die richtigen Hunde auszuwählen und zu unterrichten“.

Das Exterieur wird in den jeweiligen Rasse-Standards festgelegt. Für das Wesen und die jagdlichen Grundeigenschaften sind die jagdlichen Leistungszuchten verantwortlich.

Das Exterieur (Konstitution, Farbe, Haarvariante) variiert je nach Jagdart, Zielwild und Jagdlandschaft. Traditionell sind die Hetz- und Meutehunde sowie die Abkömmlinge der alten Vogelhundrassen dreifarbig oder gescheckt, während die Hunde des solojagenden (Ansitz-)Jägers farblich dagegen kaum auffallen.

Alle Jagdgebrauchshunde sollen sich durch dosierte Wildschärfe, d. h. Angriffslust oder mutiges Verhalten gegenüber dem Wild, Schussfestigkeit (Gleichgültigkeit bei der Abgabe von Schüssen aus nächster Nähe) und Verträglichkeit mit Artgenossen auszeichnen.

  • Zu den speziellen Anforderungen an den brauchbaren Stöberhund gehören neben selbständigem, freiem Jagen ein zuverlässig ertönender Spur- und Fährtenlaut, Orientierungssinn und Dornenfestigkeit.

  • Der brauchbare Feldhund zeichnet sich durch ausgeprägten Such- und Finderwillen (Jagdtrieb) und durch eine von Ausdauer, Tempo und Planmäßigkeit gekennzeichnete Suche aus. Auf der Nachsuche zeigt er Spurwillen und Spursicherheit. Außer der Apportiereignung kennzeichnen ihn Gehorsam und Lenkbarkeit durch den Hundeführer.

  • Neben ausgesprochener Wasser- und Apportierfreude benötigt der brauchbare Wasserhund Jagdpassion und Spurfreude, Ausdauer sowie eine geeignete körperliche Konstitution.

  • Der brauchbare Schweißhund zeichnet sich durch ruhiges und ausgeglichenes Wesen aus. Er besitzt einen feinen Geruchssinn, jagt mit tiefer Nase fährtenlaut und hat ausgeprägten Fährtenwillen.

  • Stabiles Wesen und Schliefenfreude kennzeichnen den brauchbaren Bauhund.

Beispiele für Untugenden und Fehler bei Jagdgebrauchshunden sind das „Einspringen“ (mangelndes Durchstehen), „Nachprellen“ (zu frühes Hinterherlaufen) und „Überlaufen“ (das Übersehen des Wilds bei der Suche) beim Vorstehhund. Ein Bauhund kann „überscharf“ (tötet das Wild im Bau) oder ein „Abstandsverbeller“ (bleibt zu weit vom Tier entfernt) sein. „Anschneider“ fressen das erlegte bzw. apportierte Stück an, „Quetscher“ beschädigen es durch zu großen Druck. Ein „Totengräber“ vergräbt das erlegte Stück, statt es zu apportieren.

Gefährdung im Einsatz
Die besonderen Gefahren für den Hund auf der Jagd ergeben sich aus seinen Einsatzbereichen. Sie gehen von Umweltfaktoren wie Dornen und Ästen, dem wehrhaften bzw. waidwunden Wild, dem Jäger selbst oder auch unverträglichen Artgenossen aus.

Typische Traumata beim Jagdhund sind Stürze, Riss- oder Stichwunden, Bissverletzungen oder Schusswunden. Da der Hund bei der Jagd immer mit dem Kopf voran geht (v. a. bei der Baujagd), sind Augen, Kopf und Hals besonders für Verletzungen disponiert.

Neben Hautverletzungen unterschiedlichen Grades sind auch die Extremitäten stark gefährdet. Dies gilt v. a. für Auseinandersetzungen mit Schwarzwild, dessen rasiermesserscharfe Eckzähne (Hauer des Keilers) klaffende Muskelwunden reißen. Bei den meisten Verletzungen ist neben gründlicher Desinfektion und Erstversorgung die weitere Behandlung durch den Tierarzt erforderlich.


 

 

 

 

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